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Rennbericht 24h-Mofarennen Speinshart 2008
17.08.2017 15:55

Donnerstag:

Gott sei Dank haben wir unseren Anhänger schon am Donnerstag auf den Berg geschafft bevor es dann am Freitag stark zu regnen begann. Ein paar Teams waren auch schon da und die Strecke war bereits abgesteckt. Das Streckenprofil war dem von 2007 sehr ähnlich und ich denke die Strecke war heuer etwas länger. Bei strahlendem Sonnenschein konnte ich dann mit dem Boxenmofa der Waffenschmiede eine Proberunde fahren. Max und Wolfgang kamen am Abend auch noch dazu und wir konnten noch eine ausgiebige Streckenbegehung machen. Auf der Strecke war schon richtig was los und viele Mofas drehten schon ihre Testrunden.

 

Freitag:

Um 8:30 fuhr ich mit unserem Mofa im Gepäck zur Tüv-Abnahme. Es regnete in Strömen und ich parkte das Mofa im Red-Bull-Zelt. Während ich auf die Abnahme unseres Renngeräts wartete konnte ich Schorre Winter (MHD-Racing-Team) dabei beobachten wie er unser Mofa genauestens unter die Lupe nahm. Die TÜV-Abnahme klappte aufs erste Mal (46km/h). Auch mit der Lautstärke hatten wir keine Probleme. Unsere Fahrer Max und Wolfgang trudelten am Nachmittag ein und meldeten sich dann auch bei der Rennleitung. Währenddessen hatte der stetige Regen die Rennstrecke und vor allem auch den Boxenbereich in eine wahre Schlammwüste verwandelt. Einige Teams haben Stroh am Boden verteilt damit man halbwegs gehen konnte. Die gerade anreisenden Teams hatten alle Mühe zu ihrer Box zu gelangen und oft musste Peter mit dem Traktor helfen. Kurzum: Richtiges Schlammschlucker-Wetter! Einige Fahrzeuge waren gegen Abend noch auf der Rennstrecke unterwegs und man konnte schon erste Linien und Rillen erkennen. Kurz bevor es dunkel wurde bin ich dann noch einmal um die Strecke gegangen und hab mir meine Linie für den Start am Samstag ausgesucht. Ich wollte unbedingt das Feld von Rennbeginn an anführen. Anschließend gab es noch ein paar schöne Stunden im Festzelt und um 0:30 Uhr bin ich dann ziemlich nervös ins Bett.

 

Samstag:

Der Regen war verschwunden aber die Strecke war noch sehr nass und schlammig. Ziemlich aufgeregt holte ich um 7:00 Uhr das Mofa aus dem Park-Ferme und startete dann mit gezogenem Kaltstart-Hebel in die Aufwärmrunde. Mich verwunderte dass das Mofa das Gas so schlecht annahm und ich war ganz schön verunsichert. Den Choke hab ich noch bemerkt und als der Böller krachte ging es gut in die ersten Runden. Bald schon konnte ich mir die Führung erkämpfen. Die Bedingungen waren wirklich hart zu diesem Zeitpunkt. Viele Teams hatten sichtlich mit dem tiefen Boden zu kämpfen. Ich kam aber erstaunlich gut damit zurecht. Leider schien aber etwas mit unserem Mofa nicht zu stimmen, da das Losfahren so schwierig geworden war und es auch sehr schlecht am Gas hing. Im Laufe des Tages haben wir denn die Hauptdüse, Zündkerze und Ritzel gewechselt. Ersteres brachte den Durchbruch. Unser Motor wandelte sich von „Unfahrbar“ zu „Brachial“ und das Fahren machte jetzt erst richtig Spaß. Leider hatten wir bis dato schon 14 Runden Rückstand auf den 1. Platz. Ein kleiner Rahmenbruch tat sein Übriges und nach langwierigen Schweißarbeiten landeten wir am Samstagabend auf dem 5. oder 6. Platz mit schon 22 Runden Rückstand. Mein Arsch hatte schon ziemlich gelitten und ich ging gleich nach Ettappenende ins Bett.

 

Sonntag:

Bei miserabler Sicht und relativ trockner Strecke stieg ich am Sonntagmorgen wieder auf unser Renngerät. Im Verlauf des Tages konnten wir gut aufholen und Dank der zweifachen Streckenwässerung am Nachmittag schafften wir noch den 3. Platz. So knapp war das Rennen noch nie zu Ende gegangen. Wir hatten nur 1 Runde Rückstand auf den 2. und 3 Runden Rückstand auf den 1. Platzt. Also wir fuhren wir bis zum Ende mit vollem Elan und versuchten alles noch weiter nach vorne zu kommen. Unsere Körper haben uns es nicht gedankt. Die Strecke wurde zum Schluss hin richtig schnell und die Rillen wurden richtig tief. Wir hatten nur noch einen platten Reifen zu beklagen. Sonst lief es hervorragend. Am Nachmittag waren sehr viele Zuschauer gekommen und es war richtig geil bei dieser Kulisse zu fahren.

 

Dank, Lob

Es war ein echt geiles Rennen. Und wieder einmal steht fest, dass wir im Schlamm die schnellsten sind….. Schlammschlucker halt. Vielen Dank möchte ich unserem ganzen Team und meine Fahrern aussprechen. Dank auch an das Siegerteam (Bergmafia) um Andi Kümmel für die gute Zusammenarbeit vor und während des Rennens. Nochmals herzlichen Glückwunsch zu der tollen Leistung.

 

Kritik

(in Stichpunkten)

-          Mofas beim Wässern in die Box einfahren lassen

-          Boxeneinfahrt war absolut lebensgefährlich (schlimmer als 2007)

-          Transponder-Kaution zurückbezahlen

 

Fazit

Berg 2009… wir kommen. Obwohl mir zwei Tage lang der Arsch ziemlich wehgetan hat.

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