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Rennbericht 8h Mofarennen in Schwüblingsen am 21.08.2010 – „3 Tage wach“
17.08.2017 16:09

Kaum hatten wir unsere Krähten und unsere 7 Sachen nach dem Rennen in Speinshart wieder sortiert mussten wir innerhalb weniger Tage ein passendes Renngerät für das heißumkämpfte Mofarennen in Schwüblingsen auf die Beine stellen. Das Rennmofa der Schlammschlucker haben wir leider bis donnerstags nicht richtig zum Laufen bekommen. Danke an Anderle, der uns gütiger weise sein Edel-Mofa zur Verfügung gestellt hat. Dem Motor haben wir noch schnell einen neuen Kolben verpasst und dann noch die Startnummer 333 geklebt. Am Freitagmorgen waren wir dann abreisebereit. Anderle musste aber noch sein Auto reparieren. Um 13:30 Uhr fuhren wir dann von Seitenthal in Richtung Norden los. Neben Schniffi hatten wir die volle Ausrüstung im großen Hänger eingepackt. Steve und Chrissy kamen später nach. um 18:30 Uhr kamen wir auf dem Acker in Schwüblingsen an. Bei schönem warmen Wetter und Tageslicht konnten wir gemütlich unsere Box aufbauen und die ersten Runden mit dem Mofa drehen. Wir bemerkten gleich, dass unser Mofa von Speinshart her noch viel zu langsam war. Die Übersetzung wollten wir dann am Samstagmorgen noch vor dem Rennen ändern. Dann kam der Abend. Dann kam die Party. Irgendwie hatte ich ständig das Gefühl dass uns die anderen Teams abfüllen wollten. War es ihnen wirklich so wichtig, diesen 25 Jahre alten Wanderpokal wieder in der Heimat zu behalten? Naja. Wir hatten auf jeden Fall viel Spaß mit den netten Leuten dort und wir kamen sehr spät ins Bett. Am Morgen mussten wir dann ja noch unser Mofa auf die richtige Geschwindigkeit bringen. Wir änderten die Übersetzung zweimal und waren dann bestens vorbereitete für den Le-Mans-Start. Komischerweise mussten wir dann auch noch auf den letzten Startplatz. Man sagte uns: „Gestartet wird nach Nennungseingang“. Leider hatten wir erst vor Ort genannt. Ich saß als erster auf dem Mofa und kam gut weg. Ich überholte sofort viele Teams, die verzweifelt versuchten ihre Mofas ohne Pedale durch Anschieben in Wallung zu bringen. Nach einer dreiviertel Stunde lag ich auf dem zweiten Platz hinter dem Team Zweirad Voiges. Nach deren ersten Boxenstopp konnte ich dann sogar die Führung übernehmen. Ich fuhr exakt zwei Stunden. Dann stieg Anderle aufs Mofa. Kurzzeitig fielen wir auf den zweiten Platz zurück aber das Mofa lief und lief und lief… Eigentlich lief alles wie am Schnürchen. Nur dass sich unsere Tankanlage in einen Springbrunnen verwandelt hatte, habe ich nur am Rande mitbekommen. Unseren zweiten Stopp machten wir nach exakt 4 Stunden. Nun musste ich wieder zwei Stunden fahren. Ich teilte mir meine Kraftreserven sehr gut ein und beobachtete ständig die digitale Uhr am Streckenrand. Bei meinem zweiten Einsatz kam ich sehr sehr gut mit der Strecke zurecht und ich konnte ein konstant hohes Tempo fahren. Auch meine Linienwahl war zwar teilweise etwas orthodox aber sehr schnell. Vom Mofa aus konnte ich dann beobachten, wie unsere Konkurrenz mit technischen Problemen kämpfen musste. Ich reduzierte daraufhin das Tempo mit Hinsicht darauf, nicht selbst noch schwer zu stürzen. Der dritte Stopp wurde nach exakt 6 Stunden gesetzt und dann stieg Andreas aufs Mofa. Er fuhr den Sieg dann souverän nach Hause und die letzte halbe Stunde ließ er das Mofa nur noch um den Rundkurs rollen. Die Strecke war wie im Vorjahr wieder hervorragend hergerichtet. Der Boden war Torf und der Rand der Strecke war gepflügt, so dass getrost auf eine Absperrung verzichtet werden konnte. Von der Geschwindigkeit konnten wir mit den schnellsten gut mithalten. Es hat echt verdammt viel Spaß gemacht mit den ganzen starken Teams zu fahren und wir mussten schon sehr stark am Gashahn ziehen um da mitzuhalten. Nach dem Rennen war noch einmal Party angesagt und wir blieben bis zum Sonntag um 10:30 Uhr. Alle Teams haben noch lange miteinander gefeiert und es wurden noch viele Benzingespräche geführt. Nächstes Jahr wollen sie es uns nicht so leicht machen den Wanderpokal wieder mit nach Bayern zu nehmen, haben einige gesagt. Auf dem Heimweg machten wir noch an einem Burger-King und bei einem Stock-Car-Rennen halt. So gegen 18 Uhr kamen wir dann wohlbehütet und zufrieden in Seitenthal an. Mein Fazit: Die Jungs da oben machen tolle Rennen auf tollen Strecken mit tollen Teams und netten Leuten! So… Nach dem Rennen ist vor dem Rennen. Am nächsten Wochenende wollen wir den WM-Titel in Großhabersdorf angreifen.

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