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Rennbericht Motocross in Stribro (CZ) am 16.10.2010 – Training zahlt sich aus
17.08.2017 16:13

Es regnete und es war noch dunkel als Andi und ich in Breitenlohe losfuhren. Ich war am Abend vorher noch fleißig und habe vier neue „Skorpione“ (Pirelli) montiert um bestens für ein Schlammrennen gerüstet zu sein. Andi hatte leider immer noch die harten „Britschenstein“ aufgezogen. Eigentlich wollte er mich nachts noch anrufen und mich fragen ob wir morgen bei dem Sauwetter wirklich nach Tschechien fahren wollen. Doch irgendwie wusste er schon, dass ich mit den neuen Reifen nicht davon abzubringen gewesen wäre. Als wir die Grenze passierten wurde es langsam hell – aber er regnete ständig. Um so erstaunter waren wir als wir um ca. 8 Uhr in Stribro ankamen und eine sehr gut befahrbare Strecke vorfanden. Der Boden war nur leicht angefeuchtet und unsere Mopeds wurden auch fast nicht schmutzig. Die Anmeldung erfolgte problemlos. Sogar unsere Startnummern waren bereits für uns reserviert. Die Startgebühr betrug 250 tschechische Kronen – das sind derzeit etwa 12 Euro. Nach der Nennung hatten wir Zeit die Strecke zu begutachten, welche wirklich erstklassig präpariert war. Danach kauften wir uns ein paar Startnummern und bereiteten uns auf das erste freie Training vor. Als ich um 9:30 Uhr das erste Mal auf die Strecke rollte konnte ich es kaum glauben wie perfekt der Boden und die Strecke war. Meine neuen Reifen verrichteten bravourös ihren Dienst und es machte richtig Spaß. Beim zweiten Training und im weiteren Verlauf des Tages verschlechterte sich die Strecke nur geringfügig. Das Starterfeld war trotz des schlechten Wetters sehr groß. Ich denke das insgesamt 150 Fahrer dort waren und in unserer Klasse ca. 35 am Start standen. In der Mittagspause gab es traditionsgemäß wieder leckeres Hähnchen vom Grill. Um 12:10 Uhr war der erste Wertungslauf. Da wir eine Woche zuvor schon mit der Stoppuhr vor Ort waren wussten wir genau wo die besten Startplätze waren. Entsprechend gut war unser erster Start. In der ersten Kurve war ich sogar kurzzeitig an dritter Position. An vierter Stelle liegend konnte ich dann zu Beginn des Rennens den Drittplazierten unter Druck setzten, musste ihn aber dann zum Ende hin deutlich ziehen lassen. Während wir unsere Runden drehten waren unsere treuen Fans Steve und Schniffi nachgekommen. Beim zweiten Lauf kam ich etwas schlechter weg konnte aber in der ersten Runde bereits einige Positionen gutmachen. Ich fuhr ständig hinter der KTM mit der #16 und setzte den Tschechen unter Druck. Als dann die letzte Runde angezeigt wurde hatte ich die Linien und Überholmöglichkeiten bereits genauestens ausspioniert. In der vorletzten Kurve bremste ich in die innere Spur und konnte meinen Konkurrenten überholen. Da er dann aber in der letzten Kurve innen war konnte er kurz vor der schwarz-weiß karierten Flagge kontern. Mein rechter Ellbogen war extrem weit unten und ich konnten einen Meter Vorsprung über die Ziellinie retten. Das war ganz schön spannend und der andere war nicht so begeistert davon. Andi hatte währenddessen mit seinen aalglatten Reifen zu kämpfen und im Nachhinein hat er sich stark darüber geärgert, dass er keine neuen Pneus montiert hatte. Für ihn wäre sonst eine Top 3 Platzierung möglich gewesen. Nach der Siegerehrung traten wir um ca. 16 Uhr die Heimreise an. An der Tanke mussten wir noch feststellen, das Diesel in Tschechien nicht gerade billig ist. Während der Autofahrt schwärmten wir beiden Racer noch vom Rennen und dem wunderschönen Tag in Stribro. Die Clubmeisterschaftsrennen dort sind ein echter „Insider“- Tipp. Heut Abend ist wieder Training bei Sergeant Wolfi…Uuufz…

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